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Natur

Abfall reduzieren

Jedes Jahr landen weltweit über eine Milliarde Tonnen Lebensmittel im Müll. Dazu gehören Produkte, die den landwirtschaftlichen Betrieb nie verlassen, beim Transport und Vertrieb beschädigt werden oder in Haushalten weggeworfen werden. Dabei sind es nicht nur die Lebensmittel, die verschwendet werden, sondern auch wertvolle Ressourcen wie Wasser und Energie, die für Anbau, Herstellung und Transport benötigt werden.

 

Lebensmittelverschwendung zu reduzieren ist entscheidend – für Umwelt, Gesellschaft und Wirtschaft. Hier erfährst du, wie wir uns dafür einsetzen.

Verbesserung unserer Lieferkette

Reporting und Zielsetzung

Lebensmittelabfälle können in jeder Phase der Lieferkette entstehen, von der Verarbeitung bis zum Transport zu unseren Kundinnen und Kunden. Wir haben die Hauptursachen für Lebensmittelabfälle identifiziert und ein Toolkit mit bewährten Methoden entwickelt, um diese Verluste zu vermeiden. Dafür haben wir das Programm „Battle Against Waste“ (auf dt.: „Kampf gegen Verschwendung“) ins Leben gerufen. 

Das Programm bewertet Abfälle in allen Phasen der Lieferkette und bindet Stakeholder*innen, Lieferant*innen und externe Partner*innen mit ein, um gemeinsam Lebensmittelabfälle zu reduzieren. Jeder Produktionsstandort wird durch ein robustes Berichtssystem überwacht und hat finanzielle und ökologische Ziele zur Prozessoptimierung und Abfallreduzierung.

Umverteilung und Rückgewinnung von Lebensmitteln mithilfe von Gemeinschaften

Umverteilung überschüssiger Lebensmittel

Während weltweit enorme Mengen an Lebensmitteln verschwendet werden, leiden gleichzeitig Millionen Menschen an Hunger. Gemeinsam mit dem Global Foodbanking Network (GFN) sorgen wir dafür, dass überschüssige Produkte nicht im Müll landen, sondern dort ankommen, wo sie am dringendsten gebraucht werden. Unsere Partnerschaft ermöglicht die Rückgewinnung und Umverteilung von Lebensmitteln innerhalb unserer globalen Netzwerke – für weniger Verschwendung und mehr Hilfe für Bedürftige.

„Oft länger gut“

Das Mindesthaltbarkeitsdatum verstehen

Viele Lebensmittel landen im Müll, weil das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) falsch verstanden wird. Es gibt an, bis wann ein Produkt mindestens haltbar ist – nicht, wann es automatisch schlecht wird. Gemeinsam mit Handel und Partnern klären wir auf, dass viele Produkte oft länger gut sind.

Als offizieller Partner der Kampagne „Oft länger gut“ von Too Good To Go in Deutschland, Österreich und der Schweiz setzen wir uns dafür ein, Missverständnisse rund um das MHD zu beseitigen. Der Hinweis „Oft länger gut“ auf unseren Verpackungen erinnert Verbraucher*innen daran, Produkte individuell zu prüfen: Schauen, riechen, probieren – statt unnötig wegwerfen. Dieser Hinweis findet sich auf unserem Activia- und Alpro-Sortiment und trägt dazu bei, Lebensmittelverschwendung in Haushalten nachhaltig zu reduzieren.

Gemeinsam etwas bewirken

Partnerschaften für einen größeren Impact

Gemeinsam erreichen wir mehr: Deshalb sind wir Teil von Koalitionen wie Friends of Champions 12.3 – einer Gruppe führender Politiker*innen und Unternehmen, die sich für das „Sustainable Development Goal (SDG)“ der UN einsetzen, die weltweite Lebensmittelverschwendung bis 2030 zu halbieren. Wir sind auch Teil der Initiative 10X20X30 und der Consumer Goods Food Waste Coalition of Action.

Lebensmittelverschwendung: ein globales Problem

Während weltweit schätzungsweise 735 Millionen Menschen hungern, verursachen Lebensmittelverluste und -verschwendung acht bis zehn Prozent der Treibhausgasemissionen und sind bedeutende Methan-Emittenten. UN 2024 Reduzierung von Lebensmittelverlusten und -verschwendung | Vereinte Nationen

-50%

Bis 2030 wollen wir die Lebensmittelabfallquote im Einklang mit dem Ziel 12.3 der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung gegenüber 2020 halbieren.

Hier erfährst Du mehr zum Ziel 12.3 der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung.

Ganzheitlicher Ansatz

Effiziente Ressourcennutzung in Produktion und Vertrieb

Neben unseren hohen Hygienestandards sind Achtsamkeit und hohe Professionalität erforderlich, damit in der Produktion so wenig Verluste wie möglich entstehen. Auch vermeintlich „kleine“ Änderungen haben hier große Auswirkungen. 

Um die Frische der angebotenen Produkte garantieren zu können, verlangt der Handel für die Belieferung eine Mindestrestfrische. Überschüssige genießbare Produkte, die aufgrund eines kurzen Mindesthaltbarkeitsdatums nicht an den Handel gehen können, werden über unseren Sekundärmarkt der Clearance-Verkäufe an Großabnehmer wie Kasernen, Krankenhäuser oder andere Kantinen verkauft.

Dies ist für unsere Großkunden auch digital über unseren Clearance Sales Onlineshop möglich. Über diese Verkaufskanäle bieten wir exklusiv Produkte mit einer kürzeren Mindestrestfrische zu vergünstigten Konditionen an. Durch unseren Clearance Sales Onlineshop konnten wir deutlich mehr Danone Produkte vor dem Verlust retten. 2021 wurde unser E-Shop vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) mit dem “Zu gut für die Tonne” Bundespreis in der Kategorie Digitalisierung ausgezeichnet.

Zusätzlich spenden wir Danone‑Produkte mit verkürztem Haltbarkeitsdatum an die Tafeln, an Luftfahrt ohne Grenzen e. V. sowie an den Deutschen Caritasverband e. V., wo sie an hilfsbedürftige Menschen weitergegeben werden. Neben den Tafeln in Deutschland unterstützen wir auch die Tafeln in Österreich und der Schweiz und wurden in Deutschland bereits mehrfach mit dem Tafel‑Teller als einer der größten Spender ausgezeichnet.

In Österreich fördern wir die Tafel nicht nur durch Warenspenden für armutsbetroffene Menschen in sozialen Einrichtungen, sondern engagieren uns auch in bewusstseinsbildenden Initiativen wie dem Sensorik‑Labor. Als Mitglied des Advisory Boards in Österreich arbeiten wir gemeinsam an Lösungen für die Rettung und Verteilung von Lebensmitteln. 

Food Waste Studie von Danone und Too Good To Go

Untersuchung der Lebensmittelverschwendung bei Konsument*innen im DACH Raum

Food Waste Studie 2024 DACH

Gemeinsam mit Too Good To Go in Deutschland, Österreich und der Schweiz hat Danone 2021 eine Studie zum Thema Lebensmittelverschwendung bei Konsumentinnen und Konsumenten durchgeführt.

Der besondere Fokus auf den gesamten DACH-Raum hebt die Studie und deren Ergebnisse von bisher publizierten Food Waste Studien ab. Untersucht wurden u.a. die Gründe für das Wegwerfen von Lebensmitteln, die am häufigsten weggeworfenen Produktgruppen, die Rolle des Mindesthaltbarkeitsdatums sowie gewünschte Lösungsansätze und Maßnahmen aus Sicht der Konsumentinnen und Konsumenten.

Weitere Initiativen im Bereich Lebensmittelverschwendung

  • Unterstützung medizinischer, humanitärer Hilfsaktionen

    Seit fast 15 Jahren unterstützen wir „Wings of Help – Luftfahrt ohne Grenzen e.V.“ mit Nahrung für Kinder, Schwangere und stillende Mütter. Zusätzlich spenden wir medizinische Trink- und Sondennahrung sowie Produkte für Menschen in Krisengebieten. Diese helfen dabei, Nährstoffdefizite bei Menschen in prekären Ernährungssituationen in Krisengebieten auszugleichen.

 

  • Unterzeichnung der Vereinbarung zur Reduktion von Lebensmittelverlusten (Schweiz)

    Im Jahr 2022 wurde Danone Schweiz mit weiteren Unternehmen und Verbänden aus der Lebensmittelbranche Teil einer Vereinbarung zur Reduktion von Lebensmittelverlusten. Das gemeinsame Ziel: Lebensmittelverluste bis 2030 im Vergleich zum Jahr 2017 zu halbieren.

    Bei Treffen und im engen Kontakt mit dem Bundesamt für Umwelt (BAFU) kommen die unterzeichnenden Akteure zusammen, um gemeinsam Fortschritte zu reflektieren und nächste Schritte des Aktionsplans auszuarbeiten für eine nachhaltigere Zukunft.


Weiteres zu Danone

Klimaschutz vorantreiben

Erfahre mehr über unseren Beitrag zur Treibhausgasemissionsreduktion, wie wir unseren CO2-Fußabdruck verringern und Netto-Null-Emissionen bis 2050 erreichen wollen.

Förderung des Übergangs zu einem kreislauffähigen und kohlenstoffarmen Verpackungssystem

Wir bei Danone sind stolz darauf, die Entwicklung hin zu mehr kreislauffähigen Verpackungen zu unterstützen. Wir möchten nahrhafte Lebensmittel und Getränke in recycelbaren oder wiederverwendbaren Verpackungen anbieten.